Bei den meisten Ärzten dürfte in der Behandlung von privaten und Kassenpatienten kein Unterschied bestehen. Das verbietet schon der hippokratische Eid, den ein Arzt abgegeben hat, aber auch die Gesetzeslage.
Dennoch: Wer seine Arztrechnung privat bezahlt, kann natürlich entscheiden, was er beispielsweise bei Zahnersatz „eingebaut“ haben möchte und was nicht. Die private Krankenversicherung bezahlt hier mehr und teurere Leistungen, als dies bei der gesetzlichen möglich ist.

Folglich wird man schon -indirekt- besser behandelt, wenn man in einer privaten Krankenversicherung ist.

Wer darf sich privat versichern?

Grundsätzlich darf jeder, der selbständig ist, eine private Krankenversicherung abschließen. Dabei muss allerdings gewährleistet sein, dass man sein Einkommen überwiegend aus der Selbständigkeit erzielt. Nicht möglich ist es, wenn man nur nebenberuflich „ein bisschen“ selbständig ist. Kommt das meiste Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis, dann muss man in die gesetzliche Krankenversicherung. Der Nachteil bei einem Wechsel in die Private Krankenversicherung ist, dass man später nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse wechseln kann und im Alter mit relativ hohen Beiträgen rechnen muss. Im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung sind die Beiträge der privaten nicht abhängig vom Einkommen, sondern fix und steigend mit dem Alter.

Dennoch: Wer es sich leisten kann und will, hat hier auch mehr und bessere Behandlungsalternativen, gerade was Medikamente und eingesetztes Material (z.B. Hüftgelenke, Herzklappen etc.) angeht.

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Über Versicherungsvergleiche können Sie sich ganz einfach einen Überblick verschaffen, was eine private Krankenversicherung kostet.

Mit dem Tarifcheck können Sie sehr einfach aus ca. 1000 Tarifen einen Vergleich anfordern – probieren Sie es aus. Das Ergebnis wird Ihnen sehr schnell zugesendet, so können Sie in Ruhe vergleichen.  –> Zum Tarifcheck hier klicken

Wann darf ich keine private Krankenversicherung abschließen?

Arbeitnehmer unter der Beitragsbemessungsgrenze (2015 sind das 54.900 Euro Bruttoeinkommen jährlich) müssen in die gesetzliche Krankenversicherung, selbst wenn diese teurer als die gesetzliche ist. Der Hintergrund ist der, dass Arbeitnehmer mit weniger Entgelt nicht ausreichend Rente beziehen werden, um sich später noch eine private Krankenversicherung leisten zu können.
Im Gegensatz zur gesetzlichen hängt der Beitrag bei privaten Krankenversicherungen nämlich nicht davon ab, was man verdient, sondern steigt Jahr für Jahr. Je älter man einsteigt, desto teurer ist die Versicherung ohnehin. Aber auch, wenn man früh angefangen hat, wird die Versicherung im Alter immer teurer.

Man sollte sich also gut überlegen, ob man private Krankenversicherungsbeiträge ein Leben lang zahlen will und kann, bevor man diesen Schritt tut.

Wir nutzen Cookies, um unsere Webseite zu verbessern und Werbung gezielt zu steuern. Mehr darüber und wie Sie Tracking deaktivieren können, erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.OK